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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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Gottlieb Konrad Pfeffel.

sgeb. 1736

Und wie? du gähnst?" Hier brach der Red'ner ab-Der Dogge sprach:soll ich mich auch erheben?

Ich schütze meinem Herrn das Leben

Und gehe mit ihm bis in'S Grab.""

7. Hiob und Jael.

§)er armen Wittwe Jacl wardIhr Haus vom Waldstrom' umgewühlet/

Und das GetraiLe weggespühlet/

D»s sie so mühsam aufgespartFür ihre Waisen. Niemand fühletDen Gran,/ der ihre Brust durchdrang/

Als eine Mutter. Betend rangSie ihre Hände. Laute KlagenErschallen durch da« öde Feld.

Ihr Nachbar Hiob hört sie zagenUnd schleichet/ seiner eig nen PlagenVergessend, sich aus seinem Zelt'

Versteckt herbey; sein Ohr belauschetDie Märiyrinn; ihr Kummer schwelltSein Herz; er naht ihr.Wer wol tauschetMir Waizen gegen Gerste aus?"

Sprach er.Ach!"" rief das Weib/ich habeNur kaum zwey Brode noch im Haus'."''Die nehm' ich an; zur Gegengabe,

Send' ich zwey Scheffel Roggen dir,"

Sprach Hiob. Daß von seiner HabeSonst nichts ihm blieb, verbarg er ihr.

Sie schweigt; doch laute Pulse schlagenIn ihrer Brust; ein heißer BachVon Thränen stürzet ihnen nach,

Die mehr als alle Worte sagen.

Jtzt reißt das Band der Zunge los.

>,O Heil dir, Edler! unser LebtnIst dein Werk: das Geschenk ist groß;

Noch großer ist die Art zu geben.'"'

So rief das Weib und hob um LohnFür ihn gen Himmel ihre Hände.

Gott sah's und sprach von seinem Thron':

Die Prüfung Hiob'S hat «in Ende."

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