«rst. 1778.)
Ioh. Gottlieb Willamow.
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Ach, Schade! nu» nicht mehr. — So werd', in kurzer Zeit,
Dein Schmuck ist dir entzogen, — Auch ich, wie du verblühen, —Kein Amor dir gewogen; Der Jugend Kraft entfliehen,
Dich sucht kein Sängerhecr. Flieh'n jede Munterkeit.
Und Frost des Alters beugtDen welken Rücken nieder,
Entmarkt die dürre» Glieder-.
Bis Geist und Leben weicht.
b. An vao Schicksal.
3>» furchtbaren Gewand' heiliger DunkelheitWie von stürmenden Pol', sich eine MitternachtDick um Eisberge lagert,
Sitzt das Schicksal, ein mächtiger Gott-
Hoch vom ehernen Thron' hangt von der schweren HandStets die Wage des Glücks; um ihn herum entsteh'»Künft'ge Tage der MenschenUnd erwarten, gebückt ihr LooS-
Hingerafft vom West', wölkt fleh' ein lautes HeerEit'ler Wünsche zum Thron', unbewußt ihrer selbst;
Doch die mächtige WageGiebt den Ausschlag, — und — sie sind hin.
Schicksal, Gottheit, voll Ernst, voller Geheimnisse,
Niemals hat dieses Herz sich beklagt.
Niemals Wünsche geboren,
Die, zu kühn, Leinen Entschluß entehrt-
Weislich sammeltest du Finsterniß um dich her;
Weislich sprach dein Befehl: „Niemand erblick« mich,
Und der Zukunft GefährteSey die strengste Verschwiegenheit!"
Ja, sie sey es auch mir! Tage, die noch nicht sind,
Sey n versiegelt von mir! Sendest d» sie mir einst;
Alsdann will ich sie brauchenUnd, gebraucht, nimm sie wieder hin!
Doch ein ängstlicher Wunsch dränget sich durch die Brust. —Ist cS Ahnung? ist'S Schmerz? — o, wie erschüttert erDie emvsindende Seele! —
Er entflieget ihr hin zu dir.