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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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117
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«rst. 1778.)

Ioh. Gottlieb Willamow.

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Ach, Schade! nu» nicht mehr. So werd', in kurzer Zeit,

Dein Schmuck ist dir entzogen, Auch ich, wie du verblühen,Kein Amor dir gewogen; Der Jugend Kraft entfliehen,

Dich sucht kein Sängerhecr. Flieh'n jede Munterkeit.

Und Frost des Alters beugtDen welken Rücken nieder,

Entmarkt die dürre» Glieder-.

Bis Geist und Leben weicht.

b. An vao Schicksal.

3>» furchtbaren Gewand' heiliger DunkelheitWie von stürmenden Pol', sich eine MitternachtDick um Eisberge lagert,

Sitzt das Schicksal, ein mächtiger Gott-

Hoch vom ehernen Thron' hangt von der schweren HandStets die Wage des Glücks; um ihn herum entsteh'»Künft'ge Tage der MenschenUnd erwarten, gebückt ihr LooS-

Hingerafft vom West', wölkt fleh' ein lautes HeerEit'ler Wünsche zum Thron', unbewußt ihrer selbst;

Doch die mächtige WageGiebt den Ausschlag, und sie sind hin.

Schicksal, Gottheit, voll Ernst, voller Geheimnisse,

Niemals hat dieses Herz sich beklagt.

Niemals Wünsche geboren,

Die, zu kühn, Leinen Entschluß entehrt-

Weislich sammeltest du Finsterniß um dich her;

Weislich sprach dein Befehl:Niemand erblick« mich,

Und der Zukunft GefährteSey die strengste Verschwiegenheit!"

Ja, sie sey es auch mir! Tage, die noch nicht sind,

Sey n versiegelt von mir! Sendest d» sie mir einst;

Alsdann will ich sie brauchenUnd, gebraucht, nimm sie wieder hin!

Doch ein ängstlicher Wunsch dränget sich durch die Brust.Ist cS Ahnung? ist'S Schmerz? o, wie erschüttert erDie emvsindende Seele!

Er entflieget ihr hin zu dir.