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Ioh. Göttlich Willamorv
sgeb. 17Z6.
Vom engen Herd' flammt kein vesuvisch' Feuer,
Der satten Lüsternheit
Stets schwelg'rischer — gesellschaftlicher FreyerPenelope'ü geweiht.
Ein kleines Mahl, nicht weitgehohlter, Speisen,
Dem Hunger Götterkvst,
Bereitet er dem, stets zufried'nen, Weisen;
Die Quelle giebt den Most.
Dies stille HauS wirst du im Schooß' des SchlummersBald tief vergraben seh n;
Wann Prasser spät, den Zeugen ihres Kummers,
Ihr Lager drücken geh n.
Erhebe dich! durchschau' die tiefen Thäler,
Voll stiller lauer Nacht!
Zieh' allgemach die weiten Schatten schmäler,
Die Thurm und Hügel macht!
Gewölke, rund umsäumt mit Silberlichte,
Deck' nicht seine Auge zu!
Der stille Glanz vom lächelnden GesichteBegünst'ge uns're Ruh'! —
Und wieg' uns dann, wann Morpheus uns umflügeltUnd Wonn', uns zu verleib n,
Der Sinne Thor mit festem Schlaf' versiegelt,
In süße Träume ein!
8. Auf eine vcrdorrete Linde.
^8ild meiner Sterblichkeit,
Du, vormals schöne. Linde,
Wie plötzlich —, wie geschwindeBeklaget dich mein Leid!
Noch kürzlich warst du, stolz,
Des Gartens beste Zierde,
Ein Baum der höchsten Würde,—Atzt dürres schlechtes Holz.
Schön standest du belaubtUnd warfst auf diese MattenDen angenehmsten Schatte»
Hinab vom krausem Haupt'.
Der Vögel lauter Chor,Gewiegt auf deinen ÄstenVon buhlerischen Westen,Entzückte ledes Ohr.
Dann tanzte um Dich her,Gekühlt von dichten Zweigen,In wonnevvllen ReigenDer Amoretten Heer.
Selbst ludest du sie ein;
Denn deiner Blüthen DüfteDurchbalsamten die Lüfte,Bey'm stillen Mondenschein'; —