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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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Joh. Georg Jakob i.

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7. Die Aussicht des G efang'iren.

"chön ist's von des ThranenbergeS Höhen und den Neckar, dlan vorüberziehend,

Gott auf feiner Erde wandeln sehen, In den, Gold' der Abendsonne glühend,

Wo sein Oden, die Geschöpfe küßt, Ist dem Spaherblicke Himmelslust,

Auen sehen, d'rauf Natur, die treue, und den Wein, des siechen Wand'rers Leben,

Eingekleidet in des Himmels Blaue, Wachsen seh'n an mütterlichen Reben,

schreitet, und wo Milch und Honig stießt. Ist Entzücken für des Dichters Brust.Schön ist's, in des ThranenbergeS Lüsten Aber, armer Mann, du bist gefangen.

Baume seh'n in silberweißen Düften, Kannst du, trunken, an der Schönheit hangen?

Die der Käfer, wonnefummend, trinkt, Nichts auf dieser schönen Welt ist dein.

Und die Straße seh'n im weiten Lande, Alles Alles ist i» tiefer Trauer

Menschenwinimelnd, wie vom Silbersande Aus der weiten Erde; denn die MauerSie, der Milchstraß'gleich am Hi,siel, blinkt, Meiner Beste schließt mich Armen ein.

Doch herab von meinem ThranenbergeSeh' ich dort den Moderplalr der Sarge;

Hinter einer Kirche streckt er sich,Grüner, als die ander'» Platze alle.Ach, herab von, meinem hohen WalleSeh' ich keineü schönerm Platz für mich.

I o h. Georg Jak o b i.

gebore» I7ia, gestorben am 4. Januar 1814.

1. G l zr u b e.

er gute Mensch glaubt einen Gottz Kein Tempel schließt den Ew'gen ein,

Ihm ist es Wonne, ihn zu ehren. Ihn, der uns überall umschließet.

Der Böse sucht, durch frechen Spott, Nichts kann des Menschen Hand ihm weih u,Der Tugend Stütze zu zerstören. Das nicht aus seiner Liebe fließet.

Wer fühlt und denkt und fühlt sich nicht O, laß't uns froh dem höchsten Geist'

Das Loser unsers Dankes gebe»!

Zu dem Gedanken hingctriebe»:

Mich schuf ein Gott, und mir ist Pflicht, Ihn ehrt der Weihrauch; höher preistMir ist Bedürfniß: ihn zu lieben? Ihn doch ei» tugendhaftes Leben,