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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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gest.

Ioh. Georg Jakob i.

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Aber, ach! wo blieb auf Erden,

Holde Liebe, deine Spur?

Lieben, um geliebt zu werden:

Ist das Loos der Engel nur.

Statt der Wonne, fand ich Schmerzen,Hing an Dem, was mich verließ.Frieden giebt den treuen Herzen 'Nur ein künftig' Paradies.

4. Das

Die Morgensterne priesenIm hohen Jubelton'

Den Schöpfer grüner WiesenViel tausend Jahre schon.

ES glänzten Berg und Fläche;

Die Sonne kam und wich;

Der Mond beschien die Bäche,Noch aber nicht für mich.

Es weckte mich der Morgen;

ES schien kein ErdentagJn'S Dunkel, wo, verborgen,

Der Ungcbvr'ne lag.

Noch sang der Vögel keinerMir seinen Liebesruf;

Doch er gedachte meiner.

Der Sonn' und Mond erschuf.

Er winkle mich in'S Leben;

Er weihte mich der Lust,

Dem ersten- WonnelebenAn meiner Mutter Brust.

Es war an ihrem HerzenMein Bettlein mir gemacht;Sie trug mit süßen SchmerzenMich eine kurze Nacht.

Daseyn.

Da grüßt' ich sie mit Weinen

' Und schwieg in ihrem Schooß',

Sah Mond und Sonne scheinen,Und Treue zog mich groß.

Mit Gottes Seegen krönteFür mich sich Busch und Feld.

O, daß mein Lob stets tönteZum Vater dieser Welt!

Der Tag kann nun vergehen;

Der Morgen wieder grau'n!

Wo Gottes Lüste wehen;

So will ich, sicher, trau'n.

Und, wann ich schlafen werdeDie zweyte Nacht;

Dann wird in seiner ErdeMein Bettlein mir gemacht.

Dann sprießt dort Gras und Blüthe-Mein Staub hervor aus dir;

Dann preisen Gottes GüteDie Vögel über mir.

So wie am MutterherzenEin Sohn der Freude liegt,

So lieg' ich, sonder Schmerzen,

Von Hoffnung eingewiegt.

Im Sterben Hoffnung gebenMag Erdenweisheit nicht;Allein bei Gott ist Leben,Beruhigung und Licht.

Er sieht der Schöpfung Enden,Und, Was ihn Vater nennt,Das ruht in seinen Händen;Ihm geb' ich meinen Geist.