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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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I o h. Georg Jakob i.

fgeb. 1740.

5. Die Vögel

illst du freu, und lustig geh'»Durch das Woirgcwimmcl;r)''st du auf dir VögNin sch'n,Wohnend »nier'iu Himmel.

unter dem Himmel.

Keines sammelt kiiinnierlichNvrrath in die Scheune»;Dennoch nährt und ladt es sichMir den lieben Kleinen,

Täglich dringt es feinen DankGott für diese Gäbe,Flattert einstens mit Gesang',Still und leicht, zu Grabe!

6. Gott in der Natur.

^ier auf diesem Rasensitze , Morgens, wann anfBusch undPflanzenHier am kleinen Wasserfall' Frischer Thau die Perlen sät,

Hör ich von des Thurmes Spitze, Stimmen froh, im Svnnenglanze,Fernes Glöcklein, deinen Schall. Böglein mit in mein Gebet.

Tön', o Glöcklein, nenn' ihn lauter, Und am Abend, wann es dunkelt,Dem mein Herz entgegen bebt, Seh' ich meinen milden Schein,Ihn, Der, freundlicher vertrauter, Wo das Heer der Sterne funkelt,Hier im Garten mich umschwebt! Wacht er über Thal und Hain,

Leise murmeln es die Bäche: Leuchtet mir auf meinen Wegen,

Daß er Flur und Aue liebt, Labt die Sonne, nährt das Feld,

Daß die Rose, die ich breche. Spricht den väterlichen SegenMir ein guter Vater giebt, Über die enrschlaf'ne Welt.

Daß er aus der zarten Hülle Seiner freu' ich mich in Lenze;

Selbst die goldnen Früchte winkt, Wann man Veilchcnkränze Pflicht, -Und , durch ihn, des Lebens Fülle Seiner, wann die SchnittertanzeJede neue Knospe trinkt. Sturm und Hagel unterbricht.

Schalle, Glöcklein! Ach was bliebe Sollt' ich seiner nicht mich freuen? -Jenem Himmel, diesem Grün? Singen nicht, daß Wolke WindAch, kein Leben, keine Liebe, Auch die Blitze, wann sie dräuen,

Keine Freude sonder ihn! In des Vaters Händen sind?

Daß an öden Felfenklüften,

Liebend er vorübergeht,

Und in düstern TodteugrüftenDes Erhalters Athem weht?