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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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Heinrich Christian Ludwig Senf (Filidor.)

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Heinrich Christian Ludwig Senf (Filidor.)

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1. Am Fenster, bei'm Mondschein'.

! Nacht und Still' ist um mich her;

Kaum ein Lüftchen regt sich mehr;j Nur der liebe Mond bescheintNoch so traulich seinen Freund.

! Tausend Thränen sind versiegt;

> Tausend Sorgen eingewiegt,

Und so manchem LeidendenZeigt ein Traum Elysien.

^ Jede marternde Begier' ,

Still ist jeder Wunsch in mir,

Der wol um ein PuvpenspielDieser Welt mir sonst entfiel.

Immer, Glück, mir gilt es gleich,Mache And're groß und reich!

Denn von Allem, was du hast.Raubt mir Nichts der Seel e Rast.

Kann ich, reines Herzens, nurDich bewundern, v Natur;

Kann ich nur an Freundes HandWandeln bis an Grabes Ramd;

O, was wünsch' ich dann wol meh r?Ring'S blüh'n Freuden um mich »er,Und, mit frohem leichtem Sinn',Blick' ich durch das Leben hin.

2. Andenken an meine Lieben

er Abcndstern blickt sanft auf mich;Der Mond schwimmt dort im Trüben;' Da sammelt euch mein Geist um stch,Euch Alle, meine Lieben.

Meist send ihr tern, und Gott nur wein:

Sb wir uns wiedersehen.

Ihr mußtet einst, auf sein Geheiß,

Aus meinen Arme» gehen.

Mit jedem blühten Freuden mirWeg von des Lebens Wegen.

Ach, jeder wäljr für mich doch hierEin reicher Gottesseege».

Doch sey, Mietender, dir Dank,

Daß ich die Ed'len kannte,

Daß stch aus unserm Pilgergang'

Ihr Herz zu meinem wandte!

Dank sey dir für den Tag gebracht.

An dem wir uns ergötzten!

Dank se>> dir für die Möndcnnacht,

Wo wir uns traulich letzten!

Dank für dies Herz, das, Vater, michMit ihnen einst vereinte!

Dank für die Thränen selbst, der ichBei'm Scheidckusse, weinte!

Das All' zu schätzen sey mir Psticht!'War's nicht dein freier Sergen?

Was wär' ich; führtest du sie nichtEinst ineincm Arm' entgegen?

Hier soll ja, ohne UNbestand,

Die Freud' uns nicht beglücken;

Mit Hoffnung sollen Ivir in's LandDer Ruh' Hinüberblicken,