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Das Deutsche Buch : aus deutschen Musterschriften / nach der Zeitfolge geordnet von Friedrich Heyne
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Heinrich Christian Ludwig Senf (Filidor.)

Nur mauckmal, wann, zum fernern Gang, S, daß auf euch, die ich so gern

Uns Muth und Kräfte schwinden,Erguickung, doch nicht allzulangAn Schattenguellen finden!

So sey es denn! ich habe michMit euch erfreut, ihr Lieben;War's Sonnenschein; und wollte sichUm uns der Himmel trüben.

Werd' auch dereinst, so Gott es will,Euch Alle wiedersehen,

Hier aber, ohne Murren, stillDurch's Erdcnledcn gehen.

An meinen Busen drückte,

So freundlich, wie aus mich, der SternDes Abend's niederbückte! <

Daß, nach des Tages Müh' und Last,'Auch ihr euch itzt erquicktet,

Wie ich, so ruhig nun der RastDer Nacht entgegen blicktet!

Sanft sey, vom guten GeniusUmschwebet, euer Schlummer!

Itzt gute Nacht!- der MorgengrußErweck' euch nicht zu Kummer!

6. An die G

Äu, tke an meiner Wiege,

Mit Mutterlächeln, stand,Durch die ich volle G'nüge,

Wo And're darbten, fand,

Aus deren Hand, als Knabe,Ich Frühlingsblumen nahmUnd, froh bey jeder Gabe,Verlachte Neid und Gram,

Du läß'st mir, wenn im DunkelnMein Fuß sich oft verirrt,Aurora's Purpur funkeln:

Daß licht die Schöpfung wird,Führst mich durch LabyrintheUnd nebelvolle Höh'nUnd wandelst rauhe WindeMir in ein Zephyrweh'n.

Bey meinem Wasserbecher,

Gabst du mir froher'n MuthAls dem erlauchten Zecher,

Bey Tokay'S Rebenblut';

Wohl war's in enger ZelleBey dir, du Holde mir.

So schwand, mit Adlerschnelle,Mir manche Stunde hier.

n ü g s a m k e i t.

Hat je wol eine ZähreDie Wange mir benetzt:

Daß nicht in jene SphäreFortuna mich versetzt.

Wo rastlos das Vergnügen.

Des Lebens Räder schwingtUnd wo, in langen Zügen,

Man Freudentaumel trinkt?

Die Hand, o Freundinn! LeiteMich ferner meine Bahn!

Froh, klimm' ich, dir zur Seite,Den steilsten Pfad hinan,Zufrieden; wenn zuweilenEin Blümchen ich erlaucht;Wenn nur, auf viele Meilen,

Ein Labequell mir rauscht.

Und, wann in armer HütteDereinst mein Hgar erbleicht;Wann dann mit leisem SchritteFreundHcin zu mir sich schleicht;Dann, o Geliebte, schmückeDen letzten Gang zur Ruh'Und, mich umarmend, drückeMein müdes Auge zu!