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Johann Gottfried von Herder. sge». 1741.
Du, Tellus, — seine GebeineiDenn Mehr gehöret dir nicht; —Dir, seiner Mutter, o Sorge,
Wird es im Leben geschenkt.
Dn wirst, so lang' rs nur nthniet,
Es nie verlassen, dein Kind;
Dir ähnlich, wird es von Tage
Zu Tage sich mühen in's Grab." —
Des Schicksal's Spruch ist ersüllt,Und Mensch heißt dieses Geschöpf.Im Leben gehört es der Sorge, —Der Erd' im Sterben und Gott'.
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6. L e h r e.
§rüh' in blühender Jugend/ lern'/ 0 Jüngling/Lebensglück! — sie entflieh'N/ — die holden JahreWie die Welle die Welle — / so treibt eine
Stunde die and're. «
Keine kehret zurück; — bis einst dein HaupthaarSchneeweiß glänzt und der Purpur deiner LippenIst erblichen; nur eine Schönheit blieb dir: —
- Männliche Jugend- -
Meide Schuld! — sie verpflicht mit tausend DornenDich in Strafe. — Wer vor sich selbst erröthet/
Tritt vorö höchste Gericht/ sein eig'ner Kläger/
Richter und Zeuge.
Über Güterverlust erlaß' dem HimmelDeine Klagen! — Verlust an Seelenschmerze»
Macht dich reich. — O/ erleicht're dein Gewand dir! —Zwinge den Körper!
Jnn're Schätze beglücken; dir im InnernLiegen Edelgestein und Gold; da grabeIn den Grüften! von Außen suchst du ewigFrieden vergebens.
Niedrig nenne: dem Glück' zu schmeicheln! — schändlich :Seine Gunst zu erbetteln und zu weinen;
Wann'S den Rücken dir kehrt! — ein Knabe peitschet/Zürnend/ die Säule/
Die die Stirn' ihm verletzte. — Sieh'! das Meer trinktSüße Ströme; doch bleibt es bitter. — Jüngling,