233
nannt. Unter diesem Namen fand ich ihn im Jahre1831 zu Paris, und als ich ihn mit einer saccr-dotalen und fast synagogikalen Gravität seine Ge-lehrsamkeit ableiern hörte, erinnerte ich mich aneinen komischen Kauz im „Bicar os Wakefield" vonGoldsmith, welcher, wie ich glaube, Mr. Jcnkinsonhieß und jedesmal, wenn er einen Gelehrten an-traf, den er prellen wollte, einige Stellen aus Ma-netho, Berosus und Sanchuniathon citierte; dasSanskrit war damals noch nicht erfunden. — Eindeutscher Baron idealer» Schlages war mein armerFreund Friedrich de la Motte Fouqnö, welcher da-mals, der Kollektion der Frau von Staöl ange-hörend, auf seiner hohen Rosinante in Paris ein-ritt. Er war ein Don Quixotc vom Wirbel biszur Zehe; las man seine Werke, so bewunderteman — Cervantes.
Aber unter den französischen Paladinen derFrau von Staöl war mancher gallische Don Qui-xote, der unsern germanischen Rittern in der Narr-heit nicht nachzustehen brauchte, z. B. ihr Freund,der Bicomte Chateaubriand, der Narr mit derschwarzen Schellenkappe, der zu jener Zeit der sie-genden Romantik von seiner frommen Pilgerfahrtzurückkehrte. Er brachte eine ungeheuer große FlascheWasser aus dem Jordan mit nach Paris, und