Band 
Vierzehnter Band.
JPEG-Download
 

234

seine im Laufe der Revolution wieder heidnischgewordenen Landsleute taufte er aufs Neue mitdiesem heiligen Wasser, und die begossenen Fran-zosen wurden jetzt wahre Christen und entsagtendem Satan und seinen Herrlichkeiten, bekamen iniReiche des Himmels Ersatz für die Eroberungen,die sie auf Erden einbüßten, worunter z. B. dieRheinlande, und bei dieser Gelegenheit wurde ichein Preuße.

Ich weiß nicht, ob die Geschichte begründet ist,dass Frau von Staöl während der hundert Tagedem Kaiser den Antrag machen ließ, ihm den Bei-stand ihrer Feder zu leihen, wenn er zwei Millio-nen, die Frankreich ihrem Vater schuldig gebliebensei, ihr auszahlen wolle. Der Kaiser, der mit demGelde der Franzosen, die er genau kannte, immersparsamer war, als mit ihrem Blute, soll sich aufdiesen Handel nicht eingelassen haben, und die Toch-ter der Alpen bewährte das Volkswort:koint ä'ar-ASlit, xoint äo Luissss." Der Beistand der talent-vollen Dame hätte übrigens damals dem Kaiserwenig gefruchtet, denn bald darauf ereignete sichdie Schlacht bei Waterloo.

Ich habe oben erwähnt, bei welcher traurigenGelegenheit ich ein Preuße wurde. Ich war geborenim letzten Jahre des vorigen Jahrhunderts zu Düs-