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Kirchengeschichte : Lehrbuch zunächst für akademische Vorlesungen / von Dr. Karl August Hase
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Cap. VI. Oppos. u. Reform, tz. 265. Savonarola. 371

H. 265. Girolamo Savonarola.

I. Irrttnto eilen ii rsgiwsnto äi I?iisiirs. kir. 494.. 6. 847. Oomxsnälo äirivslarioni. kiv. 495. 4. s6owx. isvsli. I?Ioi. 495.4.) vs siwxlieitnts vitns cdr.kior. 496. 4. Liiumxiius crueis. klar. 497. 4. Lxxos. in ksnlmuin: Mssieislusi. klar. 498. 4. s^urorn,. 1, ZsLöxE, 4?. III. vrssä. 857.s u. a. des. Predig-ten u. Briefe. Verzeichniß b. Meter S. 393 ff. klaori äoeainsilti. sOiorimIs stör. äe-Ati^rcir. 4'osenni. 859. 4?. I.s 8»voiinioIi»NL estrnttn äni äinrio äi I.aer Mi4nto-nio. kir. 864. Römische Ansicht: Lniodnicki vinriuin. sLoonrä 4?. II. x. 2687.Paulus, Beitrr. z. D. K. u. Rel. Gesch. Brcm. 837. S. 281.s Apologetisch: 4°. I". ?i-ons äs Uiranäula, Vita katris II. 8av. 1530 sm. andern Urkunden^. ä.pnotik, kar.674. 3 1. 12. kaoik. Larlamasoiii, Vita äel k. 8av.. Hansi in Lalnsii UisvsII.I-ns. 761. k. 4'. I. sBurlamacchi s- 1519, Mansi hat nur die übergläubige, nicht vor1527 geschehene Überarbeitung von Lottoni cdirt: nach dem ursprüngl. Terte habe ich inFlorenz vergeblich gesucht, zahlreiche 6ää. in der Lidl. NuAliabseciriana enthalten mitgeringen Abweichungen nur den TeptMansis.s Welthistorisch : kniooiaräillii. III. x. 99.Haooiriavolli: viscorsi I, 11. 45. Lrineips e. 6. ltomminss VIII, 2. 19. II.Lnä-äons! Oe artib. t^rrn. 8nv. äsn. 690. 4. ketrastatio. skarsixa trist. äsn. 719.sRudelbach, Hier. Sav. Hamb. 835. R. Meier, Gir. Sav. Brl. 836. A. Hase, Sav.sN-ue Propheten.s «pz. 851. 861. L, ksrrsns, äsr. 8av. kar. 853. 857. 2 I. I>, Vil-lari, 8toria äi 6ir. 8av. irr. 859-61. 2 1. Lpz. 868.1. äoi Sniooinräini, kioksriexoiitisks ät 8av. rir. 863. I. Huöer, Sav. sHist. Laschend. 876.s

Nach einer klösterlich gelehrten Wirksamkeit verkündete der Dominica-ner Savonarola, als herzerschütternderBußprediger in Florenz ss. 1489sdie Sünden des gemeinen Mannes wie der Großen mit gleicher Freimü-tigkeit strafend, das Hereinbrechen göttlicher Strafgerichte über Italien,aber aus schweren Drangsalen eine Läuterung der Kirche, ausgehend vonFlorenz. Er verkündete auch den nahen Untergang der Medici und denHeerzug eines fremden Königs über die Alpen, um die Tyrannen Italienszu züchtigen und die Kirche mit dem Degen zu reformiren. Lorenzo Medicistarb, Karl VIII zog f1494s über die Alpen, die SöhneLorenzos wurdenaus Florenz verbannt. Nachdem solchergestalt die Erfüllung seiner Weißa-gung begonnen und das Volk fich nach seinem Rathe der Republik be-mächtigt hatte, hing der Staat von seinen Rathschlägen ab ; obwol er fichnicht in die Einzelnheiten der Verwaltung mischte. Für Florenz achtet erdie Volksregierung am angemessensten, eine geistliche Stadt, festgebautauf Gottesfurcht, Gemeinfinn und Friede aller unter einander. Vonseiner Kanzel aus begann eine große sittliche Umwandlung. Seine Glau-benslehre war gegründet auf den h. Thomas, hingewandt zu den Mysti-kern und erfrischt vom Geiste der H. Schrift, daher nicht den Heiligen,noch eignen Werken, sondern der Gnade Gottes das Heil vertrauend.Den gefährlichen Namen eines Propheten hat er abgelehnt, aber aus einemprophetischen, an derH. Schrift genährten Geiste leitet er seine Weißagungher, darin er nicht irren könne, oder Gott selbst müsse irren. Vielfach ver-letzt und mit einem Concilium bedroht suchte Alexander VI den furchtba-ren Propheten erst mit glänzenden Verheißungen zu beschwichtigen underließ sodann seine Vorladung nach Rom fJuli l495s. Savonarola ent-

Vnse. I. x. 111 . Acten des Processes b. Lrxontis 4?. I. k. II. x. 291. Ullmann B. I.S. 387.

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