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wie bisher an Kaiser Franz zu berichten, sonst aber ganz nach seinemErmessen zu handeln. Aus dem gleichen Schreiben geht auch hervor,dass er schon vorher Korsakoff angewiesen hatte, sich unter Suwo-roff’s Cominando und nicht unter dasjenige des Erzherzogs zu stellen.(Mil. III, p. 120—121). Paul hatte wohl diese Weisungen erst fürdie Zukunft, nach der Vereinigung der Russen in der Schweiz ge-geben. Allein die russischen Generale hielten sich auch jetzt schonfür berechtigt, den Befehlen des Wiener Hofes oder des Erzherzogsden Gehorsam zu versagen, und so war, halb durch Missverständ-nisse, halb durch Absicht, die Coalition in militärischer Hinsichtschon beinahe gesprengt. Hinzuzufügen ist hier noch, dass Paulanfangs gewünscht hatte, das andere russische Corps in Italien unterRosenberg (früher Rehbinder) nach Keapel zu senden, später abersich entschloss, auch dieses Corps bei der Armee SuworofTs zu be-lassen.
Suworoff hatte indessen Gelegenheit, sein ITebelwollen gegenOesterreich und seine daraus hervorgehende absichtliche Unthätig-keit mit militärischen Rücksichten zu bemänteln. Der Erzherzogwar seit der Schlacht bei Zürich ruhig stehen geblieben, einVerhalten, das nicht nur, wie wir sahen, Suworoff, sondern jedemunbefangenen ßeurtheiler als sonderbar erschienen war und erscheinenwird. Wenigstens in seiner Hauptstellung bei Zürich war er demGegner bedeutend überlegen und doch tliat er nichts um ihn weiternach Westen zu treiben. Dieses Verfahren aber lässt sich recht gutaus den militärischen Anschauungen des Erzherzogs erklären, der,ganz ein Mann der alten Schule, den Besitz strategischer Punkteund Linien für wichtiger hielt, als grosse Entscheidungen auf demSchlachtfelde. Massena hingegen, vom Directorium unaufhörlich zumHandeln gedrängt, liess gerade in den Tagen der Schlacht bei Novidurch seine im Gebirgskrieg geübten Generale die sehr zersplittertenösterreichischen Abtheilungen im Gebirge aus dem Wallis und denUrkantonen hinauswerfen. So war denn die directe Verbindungzwischen dem Heere des Erzherzogs und der italienischen Armeeabgeschnitten und es konnte scheinen, als ob die letztere im Rückenoder in der Flanke bedroht wäre. Kurz darauf machte der GeneralChampionnet mit der allerdings sehr schwachen Alpenarmee einigeDemonstrationen. Durch solche Dinge hätte sich freilich Suworoffnicht im geringsten stören lassen sollen, wenn es ihm ernstlich um