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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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99
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goldnen Zeiten.

SS

und so viel andre*), Männer und Weiber sind n.chund nach mit dieser romantischen Schminke so geziertund verunziert worden, daß mau beynah allgemeindas Gefühl für die Heiligkeit der Geschichte verlorund allenthalben Roman wünschte. Fast kein wohl-klingender oder ruhmvoller Name blieb von einer ga-lanten Narcenkleidung frey; und da die benachbar-ten Lander Mehrere dieser blanken Französischen Re-chenpfennige für büare vollwichtige Münze annah-men, so ist auf den dichterische» sowohl als den hi -storischen Parnaß ei» Wirrwarr gekommen, dem nachhundert Jakren seine Rechnung bey weitem nochnicht in Allem gemacht ist. Das unaufhörlich - fort-gehende Werk der Zeit ist, daß, wie sie Geschichtezum Mährchen macht, sie auch Geschichte vom Ro-man scheide.

Beylage.

Guter und böser Mährchen-Leumund.

Kein Name wird recht berühmt, ehe er zumMährchen wird; das Mährchen ist die einschmeichelnd-geselligste Fama. Alexander dem Großen, und Karl

*) I.S8 Binoms (lo ?inclars et sie 6orinne, llöSsppUo, el'Um-L-w, 6-iruIls, llllbulls, ä'trbeil-larei t>1 eta. e-w.

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