224 Früchte aus den sogenannt-schaffe nheit (n-oisT-ii?). Den Sitten nach findMenschen so und anders; den Handlungen nachsind sie glücklich oder unglücklich. Nichtalso , damit Sitten nachgeahmt werden , handeln diePersonen der Tragödie; Sitten werden zu ihr mit-genommen, der Handlungen wegen. Die Fabelist der Zweck des Trauerspiels; bey jeder Sache istaber ihr Zweck das Wichtigste, das Größte."
So Aristoteles. Sollte uns noch unklar seyn,was er durch seine, oft verspottete „ Reinigung derLeidenschaften" wolle? Durch Erregung der Leiden-schaften in unsrer Brust, durch Furcht und Mitleid,vollende sie, sagt er die Reinigung dieser unddergleichen Leidenschaften Urn langen
Diskussionen zu entgehen, mögen die Theaterstückeder Griechen selbst reden.
Aeschylus war der Erfinder der Tragödie;ihm, dem tapfern Mann, sind wir auch den wah-ren Begriff seiner Kunstgattung schuldig. Weßhalbließ er seine Personen aus dem Eher hervortreten?wozu stiftete er die Bühne?
Agamemnon, der König, soll ankommen.Der Wächter sieht die Feuer. Klytemnestra, diedas königliche Haus und Bett geschändet, herrschtmit ihrem Wühler Aegisthus. Wie wird man ihnempfangen? wie Er sich betragen? Die Begeben-heit als ein Problem liegt vor. Er kommt. Wiewill Klytemnestra sich rechtfertigen? welchen Ent-schluß