»der hinter dem Rücken, mit Fehlern und Lastern,die von ihm oder vor ihm gesagt werden. UnsreHaut wird uns zu enge. „Jagt ihn vom Theater,wenn er nicht taugt, (rufen wir aus;) nur lassetuns mit ihm in Frieden. Gebt uns Handlung! wirsind im Lustspiel; nicht in der Ch ar a kle r - Buch-st a b i r s c h u l e."
A. Da nehmen Sie dem Theater sein Lebrka-theder, so wie dem Schauspieler die Hälfte seinerKunst; denn eben in Charakteren kann er sich aus-nehmend zeigen.
B. In übertriebnen Charakteren, ste übertrei-bend! Den Wüthrich Herodes aus — herodisirend,den Polterer überpolternd — eben dies Ueberlreibenist Verderb der Kunst. An Grimassen der Arthangt zwar der Pöbel: „ach, er hat herrlich ge-spielt! Neben und hinter sich verdunkelte er alleMitspieler. Man sah nur ihn." Uebel gnug, wenner so spielte; schlimm gnug, wenn es der Dichterdarauf anlegte, daß dieser allein figurire. In einerwohlgewandten Fabel ist uns der Geringste werth;deßhalb aber bleiben und bestehen immer Grade desWerthes.
A. Charakterstücke geben so schöne Verse,so treffliche Situationen.
B. Situationen gehören zur Fabel; eben diesbeweiset. Laufen Sie im Andenken die besten Cha-rakterstücke durch, die die Bühne der Neueren hat,den Geizigen, Tartuffu. f.; zuerst fallen Ih-nen Situationen ein, in denen sich der Cha-rakter zeigte. Ist die Fabel ganz aus solchen ge-webt, ein Kranz glücklicher Situationen: so sind