goldnen Zeiten. 32 g
che-n auch am liebsten bestehet, verfolgen beyde nichtEinen Zweck auf verschleimen Wegen? Die Romanzein kurzen Versen und Strophen; die Epopee in je-ner längeren Versart, die eben deswegen auch dieheroische, und von einem Lieblingsgedicht dermittleren Zeiten, dem Heldengedicht Alexander näm-lich, die alexandrinische genannt ward. Fürden Gesang theilte Jene (die Ballade) den Vers;dem lesenden Auge rückt diese (die Epopee) zwoZeilen aneinander; so ward mittelst einerCäsur derVers heroisch. Und da das Auge länger lesen,als die lebendige Stimme singen kann, so dehntrman wie das Sylbenmaas, so auch das Abentheueraus, man unterbrachs mit Episoden; im längerenGange ward der Schritt gehaltner, fester; die Stel-lung anständiger, würdiger; so bildete sich aus derRomanze die epische Dichtung." '
Dem allem wohl; das Anständigste, Würdigsteaber., was dieser Dichtung ziemte, blieb dennoch dasGörtliche (L-Lior'), das Leben der Götter mitMenschen, die Einwirkung des Himmelsauf die Erde; dies ist die Seele des epischen Ge-dichtes. Nehmt das Göttliche aus Homer, so schwachund albern es uns zuweilen dünke; Jlias und.Odyssee werden nichts als Abentheuer sagen, die einebloße Ankündigung und Anrufung der Gedachtniß-Muse bey weitem noch nicht zum Epos erheben.Nehmet der Jlias den Sohn der Thetis; ihre ganzeZurüstung ist dahin. Durch den Beystand derGötter dagegen, durch der Unsterblichen Rath undThat segelt und spricht selbst die Argo; Agamemnonträumt, und Patroklus und Hektor fallen; der Gö t-