366 Früchte aus den sogen aunt-
Beylage.
WolkssagenüberOssiatt-
von einem gelehrten Hochländer.
Die Sagen eines Volks, bey dem noch nichtWissenschaften blühen, werden als ein Gemisch vonLeichtgläubigkeit, Betrug und Thorheit betrachtet; —es ist der Ton unsrer Zeit, ihnen keinen Glaubenbeyzumeffen. — Niemand, der die Wahrheit aufrich-tig liebt, wird historische Schlüsse auf sie alleinbauen; indeß in Verbindung mit übereinstimmendenUmstanden, geben sie jenen mehr Festigkeit. — Eindunkler Schleyer deckt die hochländischen Volkssagen,und ist denen, die in jenem Lande nicht geboren sind,nicht lange Zeit sich darin aufgehalten haben, usi-durchdringlich. — Hieraus entstanden jene sonderba-ren abgeschmackten Begriffe von diesem Lande, dieReisende, die weder Sprache noch Sitten des Volkskannten, verbreiteten. — Ihnen mußten die dichteri-schen Volkswagen der alten Hochländer unverständlich,oft widersinnig scheinen, indeß sie dem, der im Landeerzogen ist, leichter zu entschleyern sind. —
Die Geschichte Hochlands stützt sich allein aufdie Sagen und Gesänge der Thaten und Schlechtendieses Volks.
Da Ossian in einigen Stellen seiner Gedichte„dm König der großen Welt," so auch „das Golö