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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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376 Homer und Osfian.

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nisrhe Weisheit. So hießen die spätesten Psalmenimmer noch Davidische Psalmen; durch ganz' Morgenland ist Alexander als Zerstörer, Soli-mann als Erbauer alles Großen und Prächtigenberühmt; ste gelten als fortlebende Monarchen imMcich der Zeiten. ---7 Bey den Griechen nicht anders.An Homer, Hesiod, Aesop, Anakreon,Sapphv, Lheognis u. f. reihete sich, was sichan sie reihen konnte; Namenlos traten spatere Krie-ger in die Glieder dieser alten Feldherrn; und dieneuere Kritik wendet oft fast vergebliche Mühe an,bey diesem und jenem Werk Urheber und Zeiten zwsondern. Pythagoras und Plato lebten nachEhrisli Gehurt zum zweytenmal in philosophischenSchulen auf; ihney ward zugeschrieben, Waran siehie und da schwerlich gedacht hatten; ihre Gestaltwuchs auf der Schwinge der Zeiten,

Sollte es mit Ossi an anders seyn? Wir wol-len nicht behaupten; sondern auch bey ihm, wie beyHomer, dem Gang der Zeit, wie sie uns ihy of-fenbarte, folgen.

».

Viele Leser werden sich erinnern, was für einsüßes Staunen die Erscheinung Ossians IN den Zäh-ren 176; bis 1766. gewahrte. Zuerst traten kleineGesänge, als Fragmente, hervor, und vielleichtsind mehrere Liebhaber Ossians, die ihn in dieser Ge-stalt, in der sie ihn zuerst kennen lernten, immer nocham meisten lieben. Zn kleinen romantischen Erzäh-lungen wurden wir mit Schilrick undVinvela,