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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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403
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Homer und Ossian. 403

U. Soll ich fortfahren? Und in dieser niedri-gen Unterwer'ung, sogar über sie waren wir stolz!bettelstolz! Im Spanischen Successionskriege, wie'ward der Prnz von Asturien, wie Mürlborough be-sungen ! wie sie Geschlagenen bey Hochstedc angefah-ren ! ängefaffen > und dennoch verehrt, nachgeäffet,gefürchtet. Key einer vjelgetheilten Nation > wie dieunsrige, konite es nicht anders werden. AllesAusland vcrchren wir, und machen komische Epo-peen, Stadt gegen Stadt-, Staat gegen Staat, nurgegen einande'.

B. Un) doch haben wir so wenig Lsccliia'sispata's. Die großen und kleinen Blasen unsresVaterlandes, wer ist, der sie aufzustechen begehret!Im schmerzbeften Torpor feblt uns guter Humor;friedlich fressen ihre Geschwüre. Lesen Sie des E be-tn ita, lesen Sie Po l Initz Briefe, wie es zu ihrenZeiten in Deutschland stand; dagegen krahete keinHahn : man obte undbühmke. Deutschland schwammim falschen Epos. —

A. Der man damals den Lohensteini-schen Geschmack hieß, ja aber bald würdigte.

B. Nicht eben bald. Und daß man nach Lu-ther, Lopilz, Log au in diesen Geschmack sinken,daß man so lange darin anbetend verharren konnte!Der Erste, ier obwohl mit einer schartigen Lanzettedies Geschwür tapfer angriff, war kein Deutscher,kein ProfessiorSgclehrter. —

A. Wer meynen Sie?

B. WcrNike; seinen Vornamen weiß ichselbst nicht, se-ne Lebensumstände noch minder. Aber

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