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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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404 ' Homer und Osfian.

ein Preuße soll er gewesen seyn, als königlich-Dani-scher Resident und Staatsrath soll er in Paris ge-lebt haben. Sodann hat er in Hamburg gewiß ge-lebt; das zeigt sein Heldengedicht, Hans Sachs,das er gegen den damals blühenden P 0 ste l machte.Worbericht und Noten zu seinen sogenannten Ueb er-sehe ist en zeigen, wie viel er zu überwinden hatte,wenn er gegen diesen Armseligen, geschweige gegenden allvcrehrtcn Lohenstein schrieb. „Lohenstein,hieß es, sey dennoch ein verdienter Mann, unendlicherGelehrsamkeit, Belesenheit, von erhabnem Genie. —

A. Und von einem sehr verdorbenen Geschmack;der Punkt, worauf es hier allein ankam.

B. Und den Wernike mühsam auskämpfte;zumal ihm das Mechanische der Versisikation äußerstschwer ward*). Hagedorn, der feinste Richter,der sich ausdrücklich von Nachahmung seiner lossagt,kann ihm das Zeugniß nicht versagen:

An Sprach und Wohllaut ist er leicht,

An Geist sehr schwer zu übertreffen").

Und dennoch mußte Wernike gegen den Lohensteini-schen Schwulst seinen Stachel fast dransetzen.

*) Dies erhellet, wenn man die Ausgaben seinerUeber schriften, Amsterdam G93. sodannHamburg 1701. endlich die vollständige, die B 0 d-mer (Zürich i?hg.) wieder auflegen lassen, miteinander vergleicht. Mühsam arbeitet er sich im-mer tiefer in Harren und Worczwang.

") Hagedorns moralische Gedichte, Hamburg 17^2.S. 2gL»