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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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408 Homer und Ossi an.

in unserer Sprache die feinste Kritik und einen Reich-thum von Dichtungen mehrerer gebildeten Sprachenverbindet, seinen Skalden^) eben dazu erweckthatte, daß er singe und sage, wie alle seine altenGötter gefallen, und daß diese ganze nordische Ideen-welt wie ein Zauberbild, wie ein Traum verschwun-den sey: so hatte doch die ganze Erscheinung dieserDichtungsart, die sich von Dännemark aus als einwunderbares Nordlicht zeigte, wenigstens Kenntnisseund Untersuchungen veranlassen können, die sie da-mals wahrscheinlich nicht veranlaßt hat. War esnicht der Mühe werth, es auf's Reine zu bringen:was diese Mythologie sey? woher sie sey?wiefern sie uns angehe? worin sie unsdienen könne? u. f. Liese Fragen betreffen jgeine Sache ganzer Nationen, einen Schatz menschli-cher Erfindungen, Sprache und Gedanken. Uns istdarüber ein Gespräch zu Handen gekommen, dasdiesen Gegenstand zwar nicht erschöpfet, aber vonmehreren Seiten in Betracht nimmt. Es soll nichtentscheiden, aber Gedanken veranlassen und Ent,schlüsse fördern-

Erste Unterredung,

Alfred. Meynst Du nicht auch, Frey, daß wenneine Nation eine Mythologie haben muß, es ihr darangelegen sey, eine in ihrer eignen Denkart undSprache entsprossene Mythologie zu ha-

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) Gedicht eines Skalden, Kopenhagen, Odensee und,Leipzig 1766, h.