Homer und Ossi an.
elend schleppten die sich mit der Geschichte und My-thologie der Alten umher! und als unser gelehrterOp >tz dichtere oder reimte, war er mehr Uebersez-zer oder mehr Dichter? Was ist gegen Shakes-pear unser Andreas Gryphius? u. f.
A. Und doch waren bereits treffliche Erzäbkun-gen, Kern- und Lehrsprüche in der deutschen Spra-chen nur sie standen in ihr ohne Imaginationda. Es fehlte der Sprache an eine? eignen Mytho-logie, an' einer fortgebildeten Heldensage, an poeti-scher Darstellung und Ausbildung ibrcr ursprünglichso viesfassenden , vollen und schönen S t a m m e s-Jdeen. Willst Du Dich davon überzeugen, wieniedrig sie diesen einst besessenen Reichthum verun-treuet habe, so gehe mit mir ein deutsches Wörter-buch durch, welches Du willst, Scherz, Wach-ter, Frisch, Haltaus, Adelung, und verifolge den Gebrauch unsrer lieblichsten Stammworte.Du wirst erstaunen, wie knechtisch die Sprache ge-worden, wie nicht etwa der kirchliche, sondernein viel ärgerer, der juristische, und der ärgstevon allen der Hosstyl (Stylus aurias) dergestaltdie Herrschaft über sie gewonnen, daß er ihre schön-sten Ableitungen bis zur Quelle verderbt hat. G e-rechtsame und F e y e r l i c h k e i t e n herrschenm unsrer Sprache; darauf ist alles gewandt, dahinalles gedeutet. Die vornehmsten, edelsten Wortesind dergestalt in Förmlichkeiten, oder gar inpossirliche Niederträchtigkeiten verwandeltworden, daß man sich schämt, die kräftigsten Saa-menkörnec in solche Gebüsche, verschrumpft und »er-künstelt , aufgeschossen zu sehen. Wollen wir unsdie Mühe nehmen, einmal in dieser Absicht den