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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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413
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Homer und Ossi an.

4-2

Haltars oder Glafey durchzugehen, um dieWappenzierde unsrer gerichtlich- und höfisch- gewor-denen Sorache stattlich zu erwägen?

F Verschone mich damit. Ich muß mich tag»lich in diesem Styl üben.

A. Nun vergleiche die schönen Stammworteunsrer mt der griechischen Sprache, und siehe,was aus beyden geworden sey? Hast Du Schil-lers Gedicht: die Götter Griechenlandsgelesen?

F. Und auch Manches, was darüber gesagt

ist-

A. Man würde Manches nicht gesagt haben,wenn man das Wort Götter genommen hatte,wie es der Dichter nimmt; ihm sinds dichteri-sche, mythologische Götter, Personifi-kationen, Ideen, Ideale. Gehe dies Ge-dicht durch, und vergleiche die deutsche mit der grie-chischen Sprache. Aus unsrer schönen Morgen-röthe ist keine Aurora und Eos, aus unsermlieblichen Abendstern kein Hesperus, aus un-serm Wieder hall keine Echo, aus unsrer süß-tönenden Nachtigall keine P h ilo me l e wor-den. Die schönen Namen unsrer Baume undBlumen, unsrer Auen und Ströme, unserMond und unsre Sonne haben keine Mahrchenerzeugt, wie die Erzählungen - der Griechen von »Apollo und der Daphne, von Apoll und denHinein thus, von einer Luna und Diana mitihren Nymphen und Dryaden. Unsre alteMutter Erde (Hertha) ist ersterben; die Elfen auf