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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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546
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N a ch! e sc

„Wer glaubte, wer hoffte dies! Und warumhoffte man? und warum hofft man nicht mehr?"

Endlose Fragen ! Jedermann hoffte. Wir Men-schen sind so geneigt uns über einen neuen Tag,über ein neues Jahr zu freuen, geschweige nach sol-chen Zubereitungen über ein neues Jahrhundert.

„Der Name klingt prächtig; manchem mag erseiner vielumfassenden Dunkelheit wegen gar erhabentönen; Jahrhundert! Der Veränderung wegenkann es Euch Kindern angenehm seyn, der bösenSieben, zuletzt der langgrschweiften 99 loszuwerden,und nach einem Jahr mit 00 bezeichnet in einer ge-raden Zahl 4 4 neu und frisch aufzuzahlen. Ich

wünsche euch, daß im Jahrhundert 1800. alles dasdoppelt geschehen möge, was im Jahrhundert rzoo.einfach geschah. Du weißt, was Alles darin erfun-den ward, wie für Europa sich alles darinnen neu-gestaltete , und wie Ihr sagt, wiedergebar. Ihr er-wartet jetzt die reichste, vollständigste Aerndte jenerAussaat" —

Nebst dem, was die Jahrhunderte r 5 . r6. 0700säeten. Der menschliche Geist ist nicht stillgestanden,er ging fort —

„Und wird fortgehen. Warum traurest Dualso?"

Daß er noch immer nicht so glücklich ist, reinzu arnten geschweige zu genießen, was er säte. ImAblauf eines Jahrhunderts strengt er sich an; er