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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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547
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zur Adrastert.

-§47

. glaubt zu Ende kommen zu müssen, mit beschleunig-! ter Bewegung das Werk des Jahrhunderts zu vol-^ lenden. Seit 176g. geschahen Dinge, die sonst inl Jahrhunderten nicht geschahen; in Worten, Tagen,s-> Srunden geschahen Dinge —

^ „Man war also sehr in Eil. Wohlan damitl alle diese in Eil geschehene Dinge sind geschehen;

> auf der Tafel her Zeit stehen sie unauslöschlich, un-wiederbringlich gezeichnet; die Früchte davon werdetIhr und eure Nachkommen erleben. Was traurestDu also?"

Eben dieser Früchte wegen. Wir hofften undMüssen jetzt um so mehr fürchten.

„Was fürchtet Ihr?"

Das Gegentheil von Allem, was wir hofften;so ganz sind unsre Erwartungen umgeschlagen. Ach,Erscheinung, wenn Du in der Brust der Sterblichen^ liesest —

,,Jch lese darin und hörte Eure MißgebrauchteWorte."

Welche? Freyheit und Gleichheit. Je-dermann schämt sich ihrer; Niemand braucht sie mehr.

„Das ist Schade. Ich wollte, daß Du sagtest:Niemand mißbraucht sie Mehr: denn brauchenMüßt ihr sie. Nicht blos dem Philosophen und Ma-thematiker, Eurem Geschlecht sind sie unentbehrlich;ihr werdet sie auch wieder und besser gebrauchen."

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