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12 (1821) Früchte aus den sogenannt-goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrhunderts / Johann Gottfried Herder
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zur Adrastea.

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8 „Wie sehr irrest Du Dich! Indem Du Eon-traste genannt hast, siehest Du nicht, daß diese Ge-gensätze sich einander selbst einschränken und aufhe-ben ? Bemerkst Du nicht, daß das Resultat diesesStreits durchaus nicht Unwissenheit und Barbaren,d. i. weder ewige Verwirrung, noch ein bloßes Nullseyn kann?"

Wie lange aber wird der Streit währen?

„Was ist lang und kurz im Buch der Zei-ten? Geschehen muß immer etwas; je langsamer esgeschieht, desto besser; da übereilt man sich nicht,wie Du vorhin sagtest. Alles was geschehen kann,geschieht; für Sterbliche ists aufmunternder Trost,daß Alles was und wie es geschieht, nicht andersals also geschehen konnte, also geschehen mußte."

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Aufmunternder Trost?

„Es giebt keinen andern, es giebt keinen grös-^ fern. Nur durch Einsicht und Ueberzeugung seiner,

< lernen sie recht handeln und jede Unordnung, jede' Verwirrung recht gebrauchen. Durch Gegensätze zweyer^ und mehrerer Seiten wird eine Gestalt; mittelst aus-l und einspringender Winkel wälzt sich der Strom^ fort. Eine gerade Linie giebt keine Fläche, keinen^ Körper."

^ Aber wer wirds erleben?

„So sagte jener Lügenprophet auch, dessen Ese-l lin scharfsichtiger als Er war, und der an Fluches

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