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sowohl im europäischen als auch auf dem amerikani-schen Continente namentlich in den zwanziger undAnfangs der dreissiger Jahre absetzte. Die Schweiz verdankt der schnellen und thätigen Benutzung dieses,aus der französischen Revolution hervorgegangenen Zu-standes von Desorganisation der Arbeit, oder wenn manwill, von allgemeiner und gegenseitiger Handelsfreiheit,in nahen und entfernten Ländern die Erhaltung undVermehrung ihres bescheidenen, angestammten Wohlstan-des und es ist unzweifelhaft, dass beim Fortbeständeder commerziellen und gewerblichen Yerhältnisse, wiesolche bis in die zwanziger oder Anfangs der dreissi-ger Jahre bestanden, die Schweiz sich in Bezug aufihre Arbeitsverhältnisse ganz gut befinden würde. Alleinleider ist das Alles nicht mehr der Fall. Zuerst begannFrankreich , dem Beispiele Englands folgend, die Einrich-tungen und Grundsätze einer frühem Zeit für Beschü-tzung der inländischen Arbeit und ihrer Früchte immermehr und bestimmter durch die Zollgesetzgebung auszu-bilden; bald folgte Oestreich, Russland , Holland , Bel gien , Spanien , Portugal , dann vielleicht mehr aus di-recten fiscalischen Motiven die italienischen Staaten,Dänemark , Schweden u. s. w.
Langsamer geht auf gleichem Wege nun auch dasvielköpfige Deutschland , angetrieben durch das Gewichtder öffentlichen Meinung und ihren Vorkämpfern, List,Wieck, Günther und andere, welche lauter und immerlauter »Schutz der deutschen Arbeit« verlangen, ander-seits entzweit und gebunden durch die goldenen KettenEnglands, welch’ letzteres einzelne Theile Deutschlands