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chenland, Türkei , Ägypten , und überall da statt, wodie Arbeitskräfte nicht das ganze Jahr durch in Acti-vität erhalten und wo die grossen Wohltaten der An-wendung Yortheilhafter Werkzeuge oder Maschinen,oder Manufactur - Industrie noch unbekannt sind. —Weit milder, ja sogar entgegengesetzt stellen sich na-türlich die Zustände bloss landwirthschafttreibenderVolks-stämme dannzumal dar, wenn auch nur in der Nähe derackerbautreibenden Klassen, Manufactur - Industrie nureinigermassen blüht. Wo aber dies nicht ist, so stel-len die beschriebenen Zustände ganz gewiss und um sosicherer sich ein, als die bessern Eigenschaften desMenschen, wie bemerkt, gar nie aufgeweckt und niethätig werden; Sparsamkeit, Reinlichkeit, Sinn fürhäusliches und Familienleben, Geschmack au Lesen,Schreiben und ordentlicher Unterhaltung wird dort garnie aufkommen.
Meine Darstellung ist nun allerdings ein Extremund bezieht sich auf ein Volk, welches auf rohe Weisesich mit landwirtschaftlicher Arbeit abgiebt, ohne diemaschinellen Kräfte dabei zeitgemäss zu benutzen. Al-lein selbst in weniger extremen Verhältnissen, istbei bloss landwirthschaftlicher Beschäftigung allein derZustand des Volkes sehr ärmlich, ja in der Regel selbstelend. Man sehe mitten im civilisirten Europa , in dembenachbarten Deutschland , selbst indem sonst so gesegne-ten Theile von Schwaben , welche Gegenden gar keineManufactur-Industrie haben; hier schon lebt die grosseMehrzahl der Bevölkerung, man kann sagen, sehr schlecht.Ich habe selbst seit den letztverflossenen drei Jah-