Wir wollen hier nur eine dieser letztem, nämlichdie Baumwollenspinnerei erwähnen. Bekanntlich wur-den bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts die Baum-wollengewebe aus Indien nach Europa eingeführt. Die Indi-aner hatten zu ihrer Fabrikation das langwierige Verfah-ren mit der Hand ausschliesslich in Anwendung gebracht.Im Anfang des vorigen Jahrhunderts fieng England —namentlich die Gegend von Manchester — an, die in-dianische Baumwollen-Fabrikation bei sich nachzuahmen.Es war dies damals eine häusliche Beschäftigung, welchejeder für sich betrieb, und welche in ganz England etwafünfzigtausend Menschen in Anspruch nahm. Es wardie gleiche Methode, wie auch bei uns in der Schweiz ,nämlich die des Spinnens in zwei Abtheilungen: Vor-spinnen und Feinspinnen. Spinnrad und Webstuhl wa-ren damals in England ebenso roh, wie irgend ander-wärts und wurden directe und ausschliesslich von Men-schenhand betrieben.
Bichard Arkwright, ein Barbier in Preston , erfandim Jahr 1769 die ersten mechanischen Einrichtungenfür die Baumwollenspinnerei, welche dem Principe nachbis auf die heutige Stunde beibehalten worden sindund welche in ihrer jetzigen Ausbildung wohl mit Rechtals einen der glänzendsten Triumphe des menschlichenGeistes über die Materie anerkannt werden. Die Zahlen -ergebnisse dieser Erfindung sind ausserordentlich undganz entgegengesetzt den zur Zeit Arkwright’s ge-hegten Erwartungen der damaligen englischen Bevölker-ung. Die Erfindung bildete sich bald so sehr aus, dassschon im Jahr 1792 John Pollard in Manchester mit-