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Betrachtungen über die wohlthätigen Wirkungen und Folgen der Arbeit im Allgemeinen, namentlich der Manufactur-Industrie mit besonderer Beziehung auf die Schweiz und ihre derzeitige commerzielle Stellung zum Ausland / Von J. Sulzberger
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sie selbst zu willenlosen Maschinen und Werkzeugen*Es kann wohl nichts Unbegründeteres geben, alsdiese Ansicht. Wie ich schon oben sagte, Werkzeugeund selbst die rohesten sind eben Maschinen, wennich nun ein vollkommeneres Werkzeug oder eine voll-kommenere Maschine erfinde, um ein gewisses Geschäftzu machen oder um ein gewisses Fabrikat in einer be-stimmten Menge und Zeit herzustellen, so brauche ichzwar allerdings für den Augenblick vielleicht wenigerMenschen, um ein gleiches Quantum von diesem Fab-rikat herzustellen, allein die langjährigen Erfahrungenin England zeigen, dass die hieraus entstehenden mo-mentanen Arbeitsstockungen nur auf einzelne und wenigeZweige der Arbeit sich reduciren und dass gegentheilsbei fortwährender Vermehrung der Maschinen nicht nurder Geldwerth für die directe Arbeit der Menschenhandim gleichen Verhältnis sich steigere, sondern dass sichdiese letztere auch immer mehr veredle und mehr auchdie geistigen Kräfte mit in Anspruch nehme; au ch lässtsich diess noch weiter damit belegen, dass man ebenin der Technik nun so weit gekommen ist, dass manjede einfache und gleichförmige sich stets wiederholendeArbeit eben durch Maschinen zu machen im Stande istund mit wenigen Ausnahmen schon aus diesem Grund derMenschenhand nur die kunstreichere Arbeit überträgt.Es lassen sich zur Belegung der ausgesprochenenAnsicht, dass nämlich der Bedarf und Werth der direc-ten Menschen-Arbeit mit der Zahl der Maschinen sichvermehre, höchst interessante, allgemein gültige That-sachen nachweisen.