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Betrachtungen über die wohlthätigen Wirkungen und Folgen der Arbeit im Allgemeinen, namentlich der Manufactur-Industrie mit besonderer Beziehung auf die Schweiz und ihre derzeitige commerzielle Stellung zum Ausland / Von J. Sulzberger
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zu Jahr höhere Preise augesetzt werden, weiche nie mehrauf den frühem massigen Betrag hinunter gehen werden.Wir beziehen vom Ausland ausser der grossen Massevon Colonialwaaren und Luxus-Pflanzen, Oel, Flachs,Hanf, feine Weine , Hopfen, Tabak, Cichorien, Klee-saamen, Forstsaamen, Essig, Branntwein, Wildpret,Geflügel, Eier, geschnittenes Holz, in der östlichenSchweiz sogar viel, sehr viel Hornvieh, Schafe, Schweine,Gemüse u. s. w. Wir geben dagegen an das Auslandvon unsern Agricultur - Producten nur Zucht - und Mast-vieh und aus einigen wenigen Thälern der innernSchweiz Holz und Käse ab.

Weit beklagenswerther aber fällt die Vergleichungder factischen gewerblichen und commerziellen Verhält-nisse der Schweiz zum Auslande aus in Hinsicht aufdie Manufactur-Industrie, wie solche sich in neuesterZeit gebildet haben.

Wir sind in den letzten Jahren mit Ausnahmevon wenigen vier oder fünf Artikeln, nämlich Seiden-Fabrikaten, Baumwollgespinnste und unvermischte Baum-wollgewebe, Uhren und Maschinen, dem Auslande tri-butär geworden in fast allen übrigen hundert und hundertArtikeln , welche das geschäftige Ausland nicht zumAustausch gegen unsere Arbeitserzeugnisse, sondern nurgegen unsere alten harten Thaler uns anbietet undnach Vollendung der ausländischen Eisenbahnen vonallen Seiten immer noch mehr und mehr zusendet undzusenden wird.

Bei der Berg - und Hütten - Industrie steht es womöglich noch bedenklicher als mit den Manufacturen. Das