Bergwesen befindet sich in fast allen Kantonen in ei-nem ganz rechts - und gesetzlosen Zustand, währenddasselbe in allen civilisirten Ländern als die Basis einesselbständigen Wohlstandes anerkannt wird.
Wir erzeugen an edeln Metallen gar nichts undes ist meines Wissens auch nicht einmal irgendwo einVersuchsbau in Aufnahme! — Während unsere Ge-birgsnachbarn im Schwarzwald , in Frankreich , Pie-mont und Tirol sehr einträglichen und gemeinnützigenBergbau auf edle und halbedle Metalle betreiben, er-zeugt die ganze Schweiz kein Pfund weder Gold nochSilber, Kupfer, Blei, Zinn, Nikel, Schwefel u. s. w.
Unsere Steinkohlen und Coaks, der grösste Theilunsers Eisens, unsers Salzes beziehen wir vom Aus-lande. Auch für die Scheidung der Metalle sind keinegrossem Anstalten vorhanden und unsere Münzstättenhaben in diesem Jahrhundert gröstentheils in jederHinsicht miserable Producte geliefert.
Kaum, dass sich noch die Jura - Eisenwerke ge-gen die ausländische Concurrenz durch die Vorzüglich-keit ihres Productes und ihrer Betriebsweise erhaltenkönnen.
Wie schon oben bemerkt, es lassen sich alle dieseVerhältnisse in Zahlen nicht genau nachweisen, weilunsere Regierungen noch keine Zeit fanden, für denHäushalt des Landes eine ordentliche Buchführung ein-zurichten; es stellt sich aber die Richtigkeit der hieraufgestellten Ansichten klar heraus, wenn wir nur unsselbst, unsere Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche,Keller u. s. w. durchmustern.