Band 
Adrastea I.
Seite
16
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16 I. Begebenheiten und Charaktere

Hinsicht, Eures besondern Interesse wegen die Völ-ker mir Lasten zu beschweren."

Punkt 27. „Könntet Ihr Eure Unterthanenwider ihren Willen mit Auflagen zu einem Kriegebeschweren, der ihnen ganz unnütz ist? Gesetzt, derKrieg ginge auch genau den Staat an, so bleibtnoch die Frage: ob er nützlich oder schädlich sey?indem man nämlich die Früchte, die man aus ihmzu ziehen hofft, wenigstens die Uebel, die man zubefürchten hatte, wenn man ihn nicht führte, mitden Jncvnvcnienzien vergleicht, die er offenbar mitsich führet. Diese Berechnung genau angestellt, gibtes fast keinen Krieg, selbst wenn er glücklich geen-digt würde, der dem Staat nicht weit mehr Uebelsals Gutes brächte. Man ziehe nur in Erwägung,wie viele Familien er ruinirt, wie viele Mem'chener umkommen macht, wie viele Länder er verwüstetund entvölkert; ferner, wie sehr er den Staat selbstaus seiner Regel setzt, Gesetze umkehrt, Ausschwei-fungen autorisirt, endlich, wie viele Jahre erfoedertwerden, um die Uebel, die ein nur zweyjährigcrKrieg einer guten Staatseinrichtung anthut, zu ver-güten. Jeder vernünftige Mann, der ohne Leben»schüft handelt, wird er sich in einen Prozeß cnlas-sen, dessen Sache zwar in den Gesetzen den KistenGrund für sich hat, der aber auch, wenn er geson-nen würde, seiner zahlreichen Familie weit nehrSchaden als Nutzen brächte? Wo'steckt das Eute,das so vielen unvermeidlichen Uebeln des Kriegs (andie Gefahren eines Übeln Erfolgs nicht einmal zudenken) das Gegengewicht leisten könnte?"

„Nur ein Fall kann statt finden, wo, unge-achtet aller seiner Uebel, der Krieg nothwendig nird;