Band 
Adrastea I.
Seite
17
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des vergangenen Jahrhunderts. 17

es ist der Fall, da man ihn nicht vermeiden könn-te, ohne einem ungerechten, schlauen, übermächtigenFeinde zu vielen Vortheil über sich zu geben. Well-te man sodann aus Schwache dem Kriege auswei-chen, so liefe man ihm noch gefährlicher entgegen;man machte einen Frieden, der kein Friede, sondernnur ein betrügerischer Friedensanschein wäre. Insolchem Falle muß man selbst wider Willen denKrieg herzhaft führen, aus reinem Verlangen nacheinem guten, dauerhaften Frieden. Aber dieser ein-zige Fall ist seltner, als man sich einbildet; oftglaubt man ihn gegenwärtig, und es war doch nurein Wahnbild."

„Alle nachbarliche Nationen sind durch ihr In-teresse so enge an einander und an's Ganze Euro-pa's gebunden, daß die kleinsten Fortschritte im Be-sondern das allgemeine System andern können, dasein Gleichgewicht macht und dadurch allein öffentlicheSicherheit machen kann. Nehmt diesem Gcwvlb'einen Stein, so fallt'das ganze Gebäude, weil alleSteine sich unter einander festhalten. Die Mensch-lichkeit ( I'ssumcmne) selbst legt also nachbar-lichen Nationen die Vertheidigung gemeinschaftli-cher Wohlfahrt zur gegenseitigen Pflicht auf, wiees unter Mitbürgern gegenseitige Pflichten giebtzur Vertheidigung der Freyheit des Vaterlandes. Istder Bürger seinem Vaterlande viel schuldig, soist aus noch viel stärkeren Gründen jede Na-tion es noch viel mehr der Ruhe und dem Wohljener Gesammt-Republik, deren Mitglied sieist, die das Wohl jedes einzelnen Vaterlandes insich schließt. Alle Verthcidigungsdünd Nis-se sind also gerecht und nothwendig, wenn es wirk-Herders Werke z. Phil. u.Gesch. IL. B I.