Band 
Adrastea I.
Seite
31
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des vergangenen Jahrhunderts. 3r

Feldherrn waren nicht mehr; die noch waren, wur-den zurückgesetzt, weil das Zeitalter der Andächteleydes Königes und des Hofes, in dem ihn, trauriggenug, das neue Jahrhundert fand, andächtigeFeldherrn wollte. Ein Mausoleum war der Hofworden: statt Quinaults Opern sang man Chöreder Athalie und Esther.

Vierter Act. Unter solchen Umstanden reizteNemesis ihn; man rief seinen Enkel auf den Spa-nischen Thron, und Ludwig konnte sich des Kriegesnicht entschlagen. Hier folgten nun Schlag aufSchlag die Unglücksfalle, deren Ursachen offenbar inder schlechten Wahl der Königsdienec und Feldherren,so wie in andern bekannten Verderbnissen lagen.Kein Verständiger wird bey Turin, Hochstedtu. f. das Französische Heer feig' und ehrlos schelten;noch war es, was es in den siegreichsten Zügen ge-wesen war, seinem Könige treu, munter, ruhmbe-gierig und tapfer. Aber jene durch Gunst erwählteund unterstützte Generale, (sie sind des Rennens un-werth) sie waren Ungeschickte*). Das Böse, daswider ihren Willen die fromme und feine Maintenonin solchen Wahlen über Frankreich gebracht hat, istkaum zu berechnen. Mit der tceuesten Absicht wardsie die Dienerin des strengen Schicksals.

*) Daß Catinat, Dendome, Orleans, Ber-ns ick in die Zahl der vorgenannten UngeschicktenNicht gehören, weiß Jeder. Gegen Nendomehätte schwerlich ein Sieg bey Hochstedt Platz ge-sunden. Die Fehler der Andern sind von Fran-zösischen Feldherrn selbst ins Licht gesetzt worden.