Band 
Adrastea III.
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Briefe zu Beförderung

auf unsre eigne Unkosten gcveitschct werden, Verlustso vieler Länder und Städte, Verlust der DeutschenVertraulichkeit, Aufrichtigkeit, Glückseligkeit, mitVertauschung der hochgeachteten fremden Sitten,Liederlichkeit und Blindheit. Alles dies hängt aneinander am Mährchen von der ausländischen Klug-heit und Deutschen Einfalt."

„Dies Mährchen scheuet man sich ins Licht zusetzen wegen der angeerbten sklavischen Niedertracht,wegen Mangel der Wahrheitliebe, Seltenheit des ge-sunden Urtheils, endlich aus Mangel der Geschichk-kenntniß. Man begnügt sich mit Widersprechen,Wehklagen, Seufzen und Betteln: „die Ausländermöchten uns doch mit in ihre Gesellschaft nehme»,wir gehörten auch unter die fünf klugen Jungfrauen,u. f." Dies beweiset man, statt Erfinder anzu-führen , mit Schulmeistern, Pfarrern, Sprach-künstlecn und geduldig schwitzendem Volk, welcheFleiß für Verstand halten; mit Stopplcrn undAusziehern, woraus eben die Ausländer unsreDummheit beweisen wollen. Wir haben nicht ein-mal das Herz unske Erfindungen wider die Auslän-der zu vertheidigen; sobald sich derselben eine einerzuschreibt, so ists damit auS, sie ist verkehren."

,,Was geht mich ein hochbegabt Volk oder dertugendhafteste Mensch der Welt an, wenn er michschändet? Ich habe die Briefe von seiner Tugend,wenn er mich verläumdet. Tugend muß man zwarauch am Feinde loben, wo es der Wahrheit Ehrefodcrt; sonst aber muß man von seines FeindesLugend stillschweigen, sonderlich wo sein Lob uns