der Humanität.
35
Inbegriff bet Zeit kennt ein Volk keine unübersteig-liche Hindernisse; es muß zu dem gelangen, waS esseyn soll.
Käme das Mscr., wovon wir reden, in unsreHand; so würde es dadurch am meisten belehrend,was wir nach Ablauf eines Jahrhunderlö in ihmausstreichen oder hinzusetzen müßten. Wir würde»sehen, wohin sein Verfasser den Kranz für Deutsch-land gesteckt? und wiefern es während dessen diesenoder einen bessern erreicht habe?
Das gefällt mir an unserm Autor, daß er,wenn auch mit Uebertreibung, die Schulwissenschaf-ten von den Lebcnswissenschaften, die Nalurknnstrvon Wortkünsten, den tüchtigen Verstand in Wirk-lichkeiten vom bloßen Fassoniren der Begriffe abson-dert. Ware dieser Gesichtspunkt in seinem Werkscharf genommen und festgehalten; so hätten wir inihm Materialien zu einer G es ch i c hte des prakti-sch e n D e u t sc he n Ve rstand es , wie wir sieim ganzen verflossenen Jahrhunderte nur hie und daTheilweise erhallen haben.
In einer freundschaftlichen Versammlung härteich neulich eine Vorlesung über Wahn undWahnsinn der Menschen, deren Abschriftich mir erbat und Ihnen jetzt statt meines Briefe»mittheile.
S 2