Band 
Adrastea III.
Seite
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der Humanität.

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niß seines Herzens, beinahe ganz in der Phan-tasie zu leben; und da er wirklich von sehe mo-ralischer Natur war, wie seine Briefe undAufsätze, seine Verbindungen und Freundschaften,ja fast alle Tritte und Schritte seines Lebens zeigen -so war es wohl natürlich, daß sein immer begeh-rendes , nie gesättigtes Herz oft in Umständen seynmußte, daß ihm Geständnisse dieser Art allein Luftmachen konnten. Wenn Augustin also in diesenSelbstgesprächen sich unmittelbar an Gort wandte"so wandte Petrarch in ihnen sich an Augustin, sei-nen Lehrer, der ihm dies Mittel zur Erforschungund Erleichterung seines Herzens gezeigt hatte, jaden er als einen Mittler und Heiligen bei Gottglaubte. Dies war sehr natürlich ssür den, derauch an Cicero, Barro und Livius Briefe schrieb,als ob diese noch lebten, der mit Abwesenden wiemit Gegenwärtigen umging, ja der überhaupt mehrin der Entf.ruung als in der Gegenwart, mehr inder Einbildung als im Genuß des Daseyn lebte.Seltene Wesen dicker Art sind gleichsam geflügelteGeschöpfe, .Schmetterlinge, die von allen Blüthennur das Feinste kosten wollen, und in dunkelnStunden, wenn sie gewahr werde», daß noch daSGespinnst der Raupe an ihnen hangt, aus sich selbsthinauszufliegen streben, und also tapfer mit sichkämpfen. Es kann nicht fehlen, daß wenn ihresonderbaren Selbstgespräche, ihre inneren moralischenKämpfe andern vor Augen kommen, die nicht voneiner so feinen Natur sind, um sich gleichsam selbstzertheilen und also mit sich streiten zu können, son-dern immerdar höchst zufrieden mit sich leben, siediesen ein Aberwitz, eine Schwärmerei, eine hoch-