Band 
Adrastea III.
Seite
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ic>6 Briefe zu Beförderung

soll es ihnen an meinem weitem Rath ntzht fehlen.Leben Sie wohl.

Ich wollte, m. Fr., noch zum Petrarca zurück-kehren, und auf das Grab des bescheidnen edel» Man-nes einige Blumen pflanzen. Wo fände ich aberbessere als in seinen eignen Gedichten; und so mö-gen einige seiner Sonnette hier stehn, die gewiß auch,wie mehrere seiner Poesien, für Consessionen geltenkönnen. Leider aber sind sie seiner Sprache kaumzu entwenden, und wie ich sie hersetze, sind sie nichtsals welke traurige Erinnerungen dessen, was fle beiihm sind:

Je mehr ich mich bem letzten Tage nahe,

Der endlich kürzet unser menschlich Elend;

Je mehr ersetz' ich, wie die Zeit dahinfliegt,

Und was ich von ihr hoffte. mit ihr flieget.

Nicht lange sorech ich denn zu meiner Seele,

Richt lange werden wir, von Liede schmähend,Zusammen fürder gehn. Die Last der ErdeZerschmilzt wie frischer Schnee: dann ruhn wir beide.

Mit itzr dann sinkt auch jene Hoffnung nieder,

Die Eitle, die so lang mich irre führte,

Schmerz, Freud«, Furcht und Zorn sind dann vorüber.

Dann werden wir erkennen, wie so öftersEin scheinbar Unglück unser bestes Glück war zUnd wie so öfters wir ohn Ursach weinten.