»1S Brief« zu B«fvrderung
Rechts wegen- ungescheuet, ja pstichtmäßig und froh-lockend anthaten, in ihr wahres Licht stellten. Gro-Hi u s , John Locke, William Pen«,Shafteshuci, Bayle, Leibnitz, auch Spi-«oza, Voltaire und mehrere nicht zu vergessen,,was für Gesinnungen sie übrigens in andern Din-gen haben machten § in diesem Punkt sind sie Frie-densengel im Namen aller Derer geworden, die, ,<ummich eines schauderhaften Bildes der Apokalypse zubedienen,) als Erwürgte unter dem Altar um Racherufen, und in ihrem Blut weiße Feicrklcider begeh-ren. Die Rache solcher Verfolgungen ist nie ausge-blieben und bleibet nie aus; es wäre abet endlichZeit, daß wir aus bessern Gründen, als aus bebFurcht solcher Rache zum Gefükl der Wahrheit UndMenschlichkeit gelangten. Auch unsern Deutschen Rechts»lehrern, Thomüsius, Polykarp °L«yseb,Hommel u. f., die über die mit Blut geschriebe-nen Carpzowschen Gesetze hie und da die Fackelder Vernunft angezündet, und mildere Grundsätzein Gang gebracht haben, werde Dank. Sie thaten,was sie thun konnten.
Vor andern, dünkt mich,.sind in Bri.efcNGesinnungen der Humanität wirksam verbreitet wor-den, selbst wo sie das streNge Rechts- Staats- undKirchensyfteM noch nicht aufnehmen durfte. InBriefen an Freunde schüttete mancher .seinHerz aus , wie er es in Schriften zu thun nichtwagte, und die Briefgestalt selbst ward zur glückli-chen Form, milde Gesinnungen über einzelne Vor-falle sowohl, als über Lehren und Personen Freun-den oder deM Publikum verständlich zu machen und
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