Band 
Adrastea III.
Seite
140
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I,c» Briefe zu Beförderung

ges, moralisches Wesen, das an unsern Ge-danken, an unserm Vortrage» an unsern HandlungenTheil nimmt, ikren Werth und TlMMrth zu schätzenvermag, das billiget oder mißbilliget, das wir alsoauch zu unterrichten, eines Bessern zu belehren, inAnsehung seines Geschmacks zu bilden und fortzu-bilden uns unterfangen dürfen. Wir muntern esauf, wir warnen; es ist uns Freund und Kind,aber auch Lehrer, Zurechtweise«, Zeuge, Kläger undRichter. Belohnung hoffen wir von ihm nicht an-ders als durch Beifall, in Empfindungen, Wortenund Thaten.

Unter den Alten verstehet mazz in Ansehungder Kunst die Griechen, in Ansehung der Lite-ratur Griechen und Römer, in Ansehung alles des-sen aber, worüber das Publikum gefragt oder be-lehrt werden kann, jede Nation, .die in früherenZeiten auf uns gewirkt hat, mit der wir uns hieroder dort in Ansehung gefällter Urtheile zu verglei-chen, zu messen haben. Man siehet, daß in diesemGesichtspunkt sowohl die Hebräer, als die sogenann-ten Barbaren des Mittelakters von unsern Altennicht ausgeschlossen sind: denn diese haben vieleMeynungen unsres Publikums, und in Manchemseinen ganzen Geschmack constituiret.

Wer sind nun die Wir, die sich mit diesenAkten vergleichen? Im Ganzen möchte man diejetzige Generation der Menschen darunter verstehen.Da diese doch aber in «inen Gesichtskreis oder gleich-sam in einen großen Saal beschränkt werden muß,um Zuschauerin, Hörerin, Urtheilerin, Richten» zu

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