Band 
Adrastea III.
Seite
141
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der Humanitär

werden: so wird dieser Kreis bald sehr weit, baldsehr enge genommen; ja vom weitesten Kreise, denunsre Einbildung kaum fassen mag, wird oft be.hauptet, was nur dem engesten, einem sehr auserle-senen Kreise gebühret. Aus Erfahrungen seiner Lan-des - und Stadtwell spricht man gemeiniglich für dieChristenheit, für Europa, für Welt und Nachwelt»an denen man sich immer eine mystische Per-son oder Versammlung, eine aufgeklärte oderaufzuklarende Gemeinheit denket. Um allen aus die,ser Verwirrung entspringenden Mißverständnissen zuentweichen, wird's also nöthig seyn, jedesmal denGesichtskreis zu bestimmen, und in Absicht jederKrage, die an ein Publikum gelangt, Zeiten undVölker zu unterscheiden.

Dom Publikum der Ebräer.

Das Ebräische Volk ward von seinem Ursprün-ge an als ein genetisches Individuum, al»Ein Volk betrachtet. Der sterbende Stammvatersprach zu seinen Söhnen für die ganze Reihe zu-künftiger Zeiten; ja ehe der Sohn des Stamme-geboren war, geschah schon dem ganzen zukünftiger»Volk die Verheißung. Als es in vielen Tausender»um den Berg Sinai gelagert dastand, sprach derGesetzgeber im Namen seines Gottes zu ihm, als zuEiner Person, die dieses Gottes Knecht undgerettetes Kindsey; und da er vor seinemLebensende dies Gesetz wiederholte, ließ er das Volkals Einen Mann geloben. Er foderle v«n ihmAchtung und Liebe des Gesetzes als von Einemmoralischen Wesen. So sprachen alle Pro-