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dankenweise. Die Fabclnamen Orpheus, Linus,Musäus, sind in Absicht der Wirkung, die siehinterließen, keine Fabelnamen; die Form ikrerGötter - und Menschengestalten , die Melodie ihrerWeisheitsprüche und Lehren, der rhythmische Gangihrer Empfindungen und Bilder ward dem Ohr,dem Gedächtniß der Hörenden eingepräget, und gingvon Munde zu Munde, endlich auch in Schriftenund Gebräuchen auf die spatere Nachwelt. DieGesänge, die Homer und andre Rhapsoden inkleineren Kreisen sangen, waren nicht verhallet;sie kamen gesammlet nach Athen, sie erklangen amPanathenaischen Feste. Die Hymnen der Homeri-dcn, Lieder und Ehorqesange der verschiedensten Art,dichterische und musikalische Wettstreite zierten undkränzten jede Volksversammlung, jedes öffentlicheSpiel, jede feierliche Religions- und Staatshand-lung. So ward ein Publikum der Griechenfür Poesie; bald auch für Prose. Herodotlas seine Geschichte dem versammelten Griechenlande,wie so viele Dichter vor ihm ihre Gedichte größerenoder kleineren Kreisen gesungen hatten: denn selbstdie Gastmahle der Griechen hatten eine Art fröhli-cher Publicität, und waren nicht ohne Musen.Auf diesem Wege entstand das Griechische Schau-spiel, das allen seinen Theilen nach ein Publi-kum voraussetzte, und ein Publikum vergnügte.Auf diesem Wege gelangte die Griechische Kunstzu ihrer Höhe: die Muse, die dem Künstler seinereinen, hohen Ideen eingab, hatte sich auch Ge-legenheiten, Oerter und Plätze geheiligt, wo siesolche mit Würde zeigen und einem dazu gestimm-
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