Band 
Adrastea III.
Seite
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Briefe zu Beförderung

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Wettn eine philosophische Schule als solche aufPublikum wirken wollte, und auch hie und da mäch-tig gewirkt hat, wars der Pythag.oräismus;wir wissen aber, wie es ihm erging.,! Und waSdamals in kleinen zubereiteten Kreisen nicht geschah,wann wird es erfolgen? Ein philosophisches Publi-kum ist ein höchstes Bild, zu welchem man stre-ben kann , das man ja nirgend ganz und r e a-lisirt zu erblicken glaube.

Wo also die Griechen standen, stehen wir inAnsehung des Publikums mehr und minder mit derPhilosophie noch jetzt; jeder, der es seyn kann undwerden will, muß sich selbst zum Philosophenbilden. Der Lehrer halt ihm die Wahrheit vor,damit er sich solche avtonomisch zueigne: dennWeisheit läßt sich so wenig, als Tugend und Genievon andern lernen. In

Die Schulen der Philosophie indessen, blos alsHandleiterinnen betrachtet, mit welcher erstaunlichenMacht können sie aufs Publikum wirken'Ein Lehrer der Philosophie, wie er seyn soll, hat.«in Reich über menschliche Seelen, in welchem ermächtiger als ein König gebietet. Er pflanzt Grund-sätze, er gibt Ideen, er stellt Ideale fest, die nach-her auf tausend Gedanken und Handlungen seinerZuhörer, ja aller derer, auf welche sie wirken, er-kannten und unerkannte» Einfluß haben. UnsäglicheWirkungen z. D. hat die stoische Philosophie, derEpikureismus, Platonismus, Pythagoräismus inder Reihe der Dinge hervorgebracht und wird siehervorbringen, wenn auch untkc neuen Namen,