Band 
Adrastea III.
Seite
155
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K, der Humanität.

Sokrates hatte seinen eiqnen Genius, der nachhernicht oft, aber doch hie und da z.B. in Mon-taigne,, rÄ d d i so n , Frank! in u a. wiedererschienen ist, und die eigne Bearbeitungdes menschlichen Geistes und Willenszum Zweck hatte. Von der Stimme des Publikumshängt diese nicht ab; vielmehr wikd sie oft durchsolche behindert, daher Svcrakes mit den Sophisten,die das Publikum stimmten und mißstimmten, fastimmer im Streit lag.

Die Sokratische Pdilosophie gedieh zu mehrerenSchulen; in diesen gabs epoterische und esoterischeZuhörer — abermals ein Unterschied, den die Na-tur der Sache billigte Ein großes, unausgcsondcr-tes Publikum, das Metaphysik spricht und überMetaphysik entscheidet, ist ein Ungebeuer; undwen» man von einer Nation sagen konnte, sie habenie für etwas alS für Metaphysik Enthusiasmus ge-zeigt!, so sagte man dieser Nation nicht viel Gutesnach. kenophon und Plato behandeln diePhilosophie sehr vernünftig; allenthalben locken siesolche alS eine Blüthe des menschlichen Geistes undmenschlicher Geschäfte hervor. Der Denker Aristo-teles schrieb für kein anderes Publikum, als fürseine Schule; daher die ganze Form seiner Schrif-ten. Epikur und Zeno gingen mit verändertenGrundsätzen auf gleichem Wege; jedem ihrer Schü-ler blieb es frei, die Metaphysik ihrer Secte anStelle und Ort zu lassen, dagegen aber die wahre,die praktische Philosophie für Leben und Publikumdesto kräftiger anzuwenden. Die- ist der wahreSokratismus.