Band 
Adrastea III.
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Briefe zu Beförderung

ser G e istesversa mm l nng, ihr auf alle Zeitenund zum Gebäude der gesammkcn Menschheit wir-kender Zweck bleibt aber unverkennbar. Nicht inder Prachtgestalt eines drückenden stolzen Gesetzes;in der aufmunternden, sanften Gestalt einer trösten-den Friedensbotschaft wirkt dies moralische In-stitut auch zu den strengsten Pflichten. Wo zweyoder drey versammlet sind, lebt der Stifter dieserVersammlung; im Inhalt seiner Lehre selbst liegtihr Zweck, die Auferbauung eines morali-schen Gebäudes, bis zum Ende der Zeiten.

Es ist traurig, wenn dieser Zweck, auf ein sei,ner Natur nach fortgehendes ewiges Pu-blikum zu wirken, hie und da verkannt wird,indem man entweder Partikular-Meynungen, sogarSpeculativnen ins Christenthum mischte, die dazudurchaus nicht gehören, oder den todten Buchstabentvdlbuchstablich behandelt. Jedem Denkenden bleibeseine Privatmeynung über Dies und Jenes; jederspekulative Kovf schmücke sein Lehrgebäude mit seinerbesten Speculation aus; nur die Christenheit, alsP ub l i ku m b c tra cht c t, bleibe damit verscho,Net. Die Lehre und der Zweck des Stifters sey oderwerde ein reiner Strom, der, was ihm von Natio-nal- und Partikular - Meynungen , wie ein trüberBodensatz anhing, mehr und mehr niederschlagt undabsetzt. So thaten es schon die ersten Boten desChristenthums mit ihren jüdischen Vorurtheilen, jewehr sie in die Idee eines christlichen Publikums,eines Evangeliums für alle Völker eintraten; undes kann nicht fehlen, daß diese Läuterung des Chri-stenthums durch sanfte oder rauhe Mittel nicht mit