Band 
Adrastea III.
Seite
174
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Btiefe ZU Beförderung

Publikum; dem MiltoN AddisoN, Gürrikdem Shakespcar u. f. Nichts ist angenehmer, alsriNeM verdienten Todten Gerechtigkeit zu erweisen,Und über seinem Grabe die Stimme eines besserendankbaren Publikums zu werden. So hüt Rous-seau nach seinem Lüde die Ehre Mit Wucher ge-nossen, die Voltaire bei seinen Lebzelten sich zu-zueignen wußte; und so giebts bei allen Nationenandre Autoren, die berühmt sind, andre die es zuseyn verdienen.

An Liebe und Achtung gegen seine besten Schrift-steller, (wenige ausgenommen) stehet Deutschland sei-nen cultivirten Nachbarn, Franzosen, Engländer»,Jtüliäncrn nicht vor, sondern nach; der größereTheil des Publikums kennet sie Nicht und trägt we-nigstens sie nicht eben in Herz und Seele.

Hüben wir also hierin (ich will nicht fügen, dasPublikum der Alten, sondern nur) das Publikumder Franzosen, Engländer, Jtaliäner? Wer dieseLänder kennet, und Deutschland kennet, antworte.An den Schriftstellern liegt es schwerlich; sie thatenwas sie konnten; manche vielleicht zu viel. AnCharakter und an der Verfassung der Natur liegtes; an der Unkultur und Unkultivirbarkeit (wenn mirzu Bezeichnung eines Barbarismus ein barbarischesWort erlaubt ist) am falschen Geschmack und dergenetischen Robhcil mancher Stände uNd Lebensar-ten. Bei weitem ist unsre Sprache Noch nicht sügebildet, jedem Vorwage, jeder Art des Wissenswür-digen so zugebildek, als die Sprachen unsrer Nach-barn^ vielmehr haben wir mit einer benachbarte»