Band 
Adrastea III.
Seite
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der Humanität.

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rest kein Prinz; du schriebst „vom Rechte desKrieges und Friedens. Und zwar sammlekestdu dazu nur Eollectaneen; nicht aus Italien unddeiner Zeit allein, sondern vorzüglich aus den gutenAlten, aus den Gesetzen der Vernunft und Billig-keit, aus der Religion selbst; woraus denn allmäh-liq ein Recht der Völker erwuchs, wie man inden barbarischen Zeiten es nicht hatte erkennen mö-gen. Laß dich das Ungemach nicht gereuen, heiligeSeele, das du deiner guten Grundsätze und Bemü-hungen wegen hier erduldetest. Religionen hast dunicht vereinigen können, wie du wolltest; aberGrundsätze der Menschen hast du vereiniget, und auchVölker werden sich einst zu ihnen verbinden.

Bei Gustav Adolph fand man, als er ineinem Ausritt meuchclmörderisch gefallen war, Gro,tius Buch im Zelte aufgeschlagen; die edelsten Män-ner in Schweden, Frankreich, Holland, Deutschlandliebten und ehreten ihn; die ganze Europäische Nach-welt ist seine Verbündete und Verbundene worden.Was seitdem über Recht der Völker über Na-tur- und Vernunftrecht geschrieben worden,gehet auf Grotius Bahn.

Nach so ungeheuren Fortschritten der Zeit konn-te man freilich auch mit Institution der Prin-z e n nicht auf Machiavells Wege bleiben. Erselbst wäre bey veränderten Zeitumstanden nicht da-rauf geblieben; und o hatten wir von Machia-vell das Bild eines Fürsten für unsre Tage! Au-ßer den Jesuiten, die eine koliticu äs Oios nochlange trieben, standen andere Prinzenlehrer, laMotte le Bayer, ^Nicole, Boßuet, Fe-