Band 
Adrastea III.
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199
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tz i.' der Humanität. 199

für eine Bewandschaft habe, wußte der scharfsinnigeMann besser als jemand. „Auf Ausrechnungen fürdie Zukunft, sagt er in einem Briefe*), gebe ichnichts. Jene Prophezfthungen, die man in altenBüchern gefunden/j haben will, sind von denen ge-schrieben, die die alten Kriege zwischen Frankreichund England im Sinne hatten; die Erfahrung aberkehrt, daß alle, die sich an so Etwas gewagt haben,getäuscht wurden. Zuweilen können dergleichen Pro-phezeihunqen nützlich seyn, dem Pöbel, wie man esnennt, durch einen frommen Betrug, Muth zu ma-chen; bei Verständigen aber haben sie so wenigenWerth, daß sie vielmehr dem Ansehen und dem gu-ten Ruf des Propheten Nachtheil bringen» indem siekeinen gründliche» Beweis zulassen, ohne welchen doch«in redlicher Mann, der seine Pflicht verstehet, nichtso leicht etwas behauptet. Gewisser möchte ich, fährter fort, das, voraussagen, daß, wenn in Deutschlanddie Dinge nicht besser gemacht werden, * * eitlenlänger» Widerstand leisten werde, als wir uns ein-bilden. Wir Deutschen brauchen unsre Kräfte nicht

gnug.-Statt also üns mit schmeichelnden Pro-

phezeihungbn einzuschläfern, ist guter Rath nöthig,daß wir unsre Nerven anspannen, und mit Beiseit-setzung jeder Privatbchaglichkeit fürs gemeine Bestesorgen."

An andern Orten indeß spricht er von denBoraussagungen kluger Männer anders. „In mei-ner Jugend," sagt er**), „wollte ich eine Abhand-

*) Fetteei Oliuin Rsnnov. x. »ng.

**) klpist. I,sii>nir. Xnrtliolcl, ?. 1» P.

leller. ot, U-unov, x> 217.